Penzling

Hl. Jakobus Penzling

Das idyl­lisch an einem Teich gele­ge­ne Kirch­lein wur­de wohl im frü­hen 15. Jahr­hun­dert erbaut. Inter­es­sant sind die schma­len mehr rund als spitz­bo­gig geform­ten Fens­ter im Chor.

1994 wur­de der Kirch­turm reno­viert, mit dem neu­en Pyra­mi­den­dach aus Kup­fer­blech und den blau­en Zif­fer­blät­tern bie­tet er einen schö­nen Anblick.

Das Lang­haus scheint im 17. Jahr­hun­dert unter Ver­wen­dung älte­ren Mau­er­werks neu errich­tet wor­den zu sein. In die­ser Zeit gehö­ren die oben und unten rund­bo­gig geschlos­se­nen Fens­ter. Das Lang­haus besitzt eine fla­che Holz­de­cke aus neue­rer Zeit.

Beschrei­bung des Kirchenraumes:

Im Chor befin­det sich das far­bi­ge Holz­re­li­ef des Kir­chen­pa­trons, flan­kiert von den Holz­fi­gu­ren der Hei­li­gen Flo­ri­an (links) und Sebas­ti­an aus dem vori­gen Jahrhundert.

Rechts neben dem Chor­bo­gen ein Reli­ef mit far­bi­gen Kacheln, wel­ches das Apo­ka­lyp­ti­sche Lamm als eine auf Chris­tus bezo­ge­ne Sym­bol­fi­gur dar­stellt. Es wur­de mit dem Volks­al­tar von Wolf Hirtrei­ter aus Grö­ben­zell geschaf­fen. Der Taber­na­kel stammt von dem Hen­gers­ber­ger Gürt­ler­meis­ter Alois Stalder.

An der gegen­über­lie­gen­den Sei­te ist ein Ölbild ange­bracht, wel­ches Maria mit dem Chris­tus­kind zeigt, das in der Rech­ten eine Nel­ke hält. Das Gemäl­de ist um 1710 ent­stan­den, wur­de jedoch im Stil der Früh­re­nais­sance der Cra­na­ch­zeit gemalt. Der Barock­ma­ler hat das Mari­en­bild dem Stil einer frü­he­ren Epo­che nach­emp­fun­den. Es gibt im Pas­sau Dom ein ähn­li­ches Mari­en­bild, auf dem der Jesus­kna­be eine Kir­sche in der Hand hält. Es ist eben­falls im Früh­re­nais­sance­stil gemalt, obwohl eine Inschrift auf der Rück­sei­te zwei­fels­frei aus­weist, dass es erst 1678 von dem Pas­sau­er Maler Georg Urt­lmayr geschaf­fen wurde.

Das ältes­te Kunst­werk ist jene Reli­ef­ta­fel aus dem 16. Jahr­hun­dert, die über dem Ein­gangs­por­tal hängt. Dar­ge­stellt ist die Mar­ter der 10.000 römi­schen Legio­nä­re, die mit ihrem Anfüh­rer Acha­ti­us (einer der 14. hl. Not­hel­fer) auf dem Berg Ara­rat wegen ihres christ­li­chen Glau­bens gemar­tert und zuletzt in Dor­nen gesto­ßen wur­den (als Dor­nen wur­den in die Erde gegra­be­ne, oben zuge­spitz­te Holz­pfäh­le bezeich­net). Die Tafel war einst Teil eines Flügelaltares.

An der West­wand des Lang­hau­ses hängt ein gro­ßes Ölbild aus der Mit­te des 19. Jahr­hun­derts, ein Bau­er und sei­ne Bäue­rin ver­eh­ren einen Fran­zis­ka­ner­hei­li­gen (Anto­ni­us von Padua?).

Aus der Zeit um 1860 stam­men die auf Blech gemal­ten 14 Kreuzwegtafeln.